Freiburg-Tiengen

Gestern – heute – morgen

Der heutige Freiburger Stadtteil Tiengen wurde zum ersten Mal 888 in eine Urkunde König Arnulfs erwähnt. Der erste schriftliche Hinweis auf die Existenz von Tiengen ergibt sich durch die Schenkungsurkunde des fränkischen Königs Arnulf vom 29. Mai 888, mit der er alles königliche Gut von Tiengen -Tuginga- genannt samt der Kirche dem Kloster St. Gallen vermachte.

Urgeschichtliche Funde auf der Gemarkung belegen die Existenz einer langen Besiedelung. Anhand von Ausgrabungen lässt sich nachweisen, dass dort auch bereits im 4. Jahrhundert Gräber angelegt waren. Auch das zweiteilige Ortswappen symbolisiert mit dem Bären des heiligen Gallus und dem Basler Stab die lange Geschichte des Ortes. Aufgrund der Herrschaftsverhältnisse hatten die Bewohner des Ortes 1556 den Übergang des Glaubens zur Lehre Luthers vollzogen.

Über Jahrhunderte hinweg bildete Tiengen eine Gemeinde, in der es galt, Höfe und Felder in Ordnung zu halten. Zwar mussten für die Teilnahme an Aufständen, für Kriege und Naturkatastrophen immer wieder große Opfer gebracht werden, doch wurde Tiengen mit seiner Verwaltung bereits 1818 als wohlgeordnet bezeichnet.

Der zweite Weltkrieg bedeutete eine Zäsur für die gewachsene Gemeindeverwaltung. Nach Ende des Krieges ist ab 1947 der Gemeinderat wieder in Funktion. Mit einer Fülle von Gemeinderatsbeschlüssen sorgt die Gemeindeverwaltung für die weitere Entwicklung des Dorfes. Die Aufstellung von Bebauungsplänen für Wohn- und Gewerbeansiedlung ragen dabei hervor. Ebenso die Anordnung der Flurbereinigung. Zur Festigung der landwirtschaftlichen Hauptbetriebe sowie der Nebenerwerbsbetriebe erfolgte eine Umgestaltung der landwirtschaftlichen Nutzfl äche durch einen Rebenneuaufbau. Beim Ackerbau werden neue Schwerpunkte gebildet. Insbesondere Sonderkulturen wie Reben, Spargel und Mais rücken aus wirtschaftlichen Gründen in den Vordergrund.

Die Gebietsreform von Baden-Württemberg brachte für die örtliche Selbstverwaltung große Probleme. Es gelang nicht die lange Selbständigkeit der Ortschaft zu erhalten. Am 1. Oktober 1972 stimmten über 88% der wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger von Tiengen über die Eingliederung zur Stadt Freiburg ab. 71,87% sprachen sich für den Zusammenschluss aus.

Der Eingliederungsvertrag wurde im Oktober 1972 unter zeichnet und trat am 1. Januar 1973 in Kraft. Der neue Ortsteil Freiburg-Tiengen mit seinem dörflichen Charakter wächst seit der Eingemeindung ununterbrochen. Heute zählt die Ortschaft 3.255 EW. Die Gemarkung umfasst 838 Hektar. Davon sind 91 Hektar besiedelt. Der Wein aus Tiengen ist unterder Bezeichnung Tiengener Rebtal bekannt und von hoher Qualität. Bei Interesse sind Weinproben bei der örtlichen Weinverkaufsstelle der Familie Mößner möglich und sehr zu empfehlen.

Es gibt auch drei private Weingüter der Familien Gottschalk, Simon und Hanser die Weinproben anbieten. Ein dichtes Wegenetz auf dem Tuniberg, auf das Wadertafeln hinweisen, bietet Wanderfreunden gute Möglichkeiten der Erholung. Die Gastronomie bietet Möglichkeiten der Übernachtung für kurze und längere Aufenthalte in unserer Ortschaft.

Die Entwicklung die Tiengen in den vergangenen Jahren seit Kriegsende bis heute genommen hat, gehört gewiss zu den Abschnitten der Geschichte mit den für diesen Ort und seine Bewohner größten Umwälzungen. Die Umwandlung von einem vormals ländlich geprägten Dorf zum städtisch wirkenden Stadtteil ist vollzogen worden.

Das Gesicht des Ortsteils hat sich gewandelt. Die Gemeinschaft gründet sich aber auf ein festes Fundament gewachsener Gemeinsamkeiten, getragen von einem bürgerschaftlichen Selbstbewusstsein und dem Wissen um die eigene unverwechselbare Identität.

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